Flugzeugbau in Bernburg-Strenzfeld

Der Junkersflugzeugbau und der Fliegerhorst im Stadtteil Strenzfeld, heute Campus der Hochschule Anhalt, Standort Benburg (Saale)

Die Vorgeschichte
Ein erster Schritt zur Vorbereitung eines Krieges war das Gesetz zur Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht in Hitler - Deutschland. Am 15. Oktober 1935 hielt das II. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 33 seinen Einzug in Bernburg. Ein Teil zog in die Franzkaserne ein, die Schutzpolizei war ausgezogen. Außerdem wurden Baracken in der Nähe des Parforcehauses errichtet, in welche die Mannschaften einzogen.

Ein Jahr später im Dezember 1936 konnte die neue Kasernenanlage an der Ilberstedter Chaussee bezogen werden. Am 13. Dezember war feierliche Übergabe an das Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 33.

Den ganzen Sommer und Herbst 1935 war auf dem zum Flugplatz hergerichteten Gelände (Flur Strenzfeld) an der Straße nach Neugattersleben eifrig gearbeitet worden, und im Frühjahr 1936 waren die Unterkunftsräume und der Platz im wesentlichen fertig.

Am 18. April hielten die Flieger ihren Einzug, an der Spitze der bekannte Kriegsflieger des Ersten Weltkrieges, Oberst Bruno Loerzer (1891 - 1960).

Auf gleicher Flur neben dem Fliegerhorst werden Werkanlagen des Junkerszweigwerkes (JFM -FZB) aus Dessau errichtet.

Die erste große Baumaßnahme auf dem Gebiet des heutigen Strenzfeld fanden während der 2. Hälfte der 1930er-Jahre statt. Im nördlich von Strenzfeld gebauten "Werk Bernburg" der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke wurden Kampfflugzeuge vom Typ Junkers Ju 88 endmontiert und auf dem zugehörigen Werksflugplatz von der Luftwaffe übernommen.