Ehrenpreisträgerinnen Salzlandfrau 2015

Am Nachmittag des 8. März 2014 wurden im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung sechs Frauen für ihr außergewöhnliches Engagement mit der Vergabe des Ehrenpreises  "Salzlandfrau" 2015 im IGZ INNO-LIFE Innovations- und Gründerzentrum Schönebeck geehrt. 

Veranstalter der Preisvergabe waren die RiRo Staßfurter Speiseservice GmbH, die Volksküche Aschersleben/Staßfurt, die Werbeagentur Pixel Power Hecklingen und die Salzlandsparkasse in Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Bernburg (Saale), Staßfurt, Schönebeck (Elbe) und des Salzlandkreises. Herr Landrat Bauer hat für die Ehrenpreisvergabe die Schirmherrschaft übernommen.

Die Veranstalter und Organisatorinnen möchten sich für die Einreichung der Vorschläge, welche mit zahlreichen Zeitungsartikeln, Fotos und Unterschriftlisten ergänzt wurden, ganz herzlich bedanken.

An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die Sponsoren, denn ohne ihre großzügige finanzielle Unterstützung wäre die Ehrenpreisverleihung 2015 im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung nicht möglich gewesen.  


Die Ehrenpreisträgerinnen "Salzlandfrau" im Jahr 2015 sind:

Kategorie: "Wirtschaft"
Frau Frau Sabine Hellmich, Schönebeck (Elbe)

Frau Hellmich, Mutter zweier Kinder, arbeitete nach ihrer Ausbildung zur stomatologischen Schwester zunächst beim Rat des Kreises der Stadt Schönebeck (Elbe) in der Fachabteilung Gesundheits- und Sozialwesen. Im Jahr 1991 wechselte sie nach einer Weiterbildung zur Arzthelferin in eine hiesige Hautarztpraxis, die sie 1997 verließ, um in der Altenpflege bei einem freien Träger in Schönebeck tätig zu werden. Dort qualifizierte sie sich 2007 zur examinierten Altenpflegerin und 2010 zur Pflegeberaterin weiter. Anfang des Jahres 2014 gründete Frau Hellmich im Alter von 59 Jahren mit Gleichgesinnten einen  ambulanten Pflegedienst - das "Paracelsus-Pflegeteam" mit Sitz in Schönebeck (Elbe). Ihr Ansinnen ist es, Familien bei Hilfs- und Pflegebedürftigkeit bzw. bei schwerer Krankheit umfassend und kompetent zu beraten und zu unterstützen. Gleichzeitig ist es ihr Ziel, sozial engagierten Menschen einzustellen und insbesondere für Frauen Arbeitsplätze zu schaffen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Seit ihrem Schritt in die Selbständigkeit engagiert sich Frau Hellmich täglich deutlich über ihre Arbeitszeit hinaus. So richtet sie z. B. nicht nur Dienstpläne nach den Öffnungszeiten von Kindertagesstätten aus, sondern ebenso nach den Belangen von Mitarbeiterinnen. Sie deckt den Hausnotruf der Patienten ab und übernimmt die Praxisunterweisung von Auszubildenden und Neueinsteigerinnen. Auch Berufsrückkehrerinnen können jederzeit ein Probepraktikum im "Paracelsus-Pflegeteam" absolvieren. 


Kategorie: "Politik"
Frau Rita Swillus, Alsleben (Saale)

Frau Swillus trat erstmals nach der Wende im Herbst 1989 politisch in Erscheinung. Sie war Gründungsmitglied des Bürgerkomitees "Demokratisches Alsleben" und dort maßgeblich an der Organisation der Montags-Demonstrationen in ihrer Heimatstadt beteiligt.  Die Montags-Demonstrationen fanden regelmäßig bis zum Frühjahr 1990 statt und hatten u. a. die sinnvolle Weiternutzung der ehemaligen Gewerkschaftsschule in Alsleben zum Ziel.

Nach dem Mauerfall im Jahr 1989 organisierte Frau Swillus zahlreiche Informationsveranstaltungen, wie z. B. den "Abend der Begegnungen", um so die Zeit des Umbruchs interessierten Bürgerinnen und Bürgern nahe zu bringen.

Im Frühjahr 1990 trat Frau Swillus  in die CDU ein und kandidierte in ihrer Heimatstadt für den ersten demokratisch zu wählenden Stadtrat. Nach der Wahl war sie in der Zeit von 1990 bis 1994 die erste Vorsitzende des Stadtrates Alsleben und im Gemeinschaftsausschuss der Verwaltungsgemeinde Alsleben tätig. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist sie äußerst engagiert und kompetent als sachkundige Bürgerin im Sozial-, Kultur-, Sport- und Jugendausschuss ihrer Heimatstadt tätig.

In den zahlreichen Jahren ihrer politischen Tätigkeit setzte sie sich immer für das Wohl und Werden ihrer Heimatstadt ein, wobei ihr besonders die älteren und sozial schwachen Menschen am Herzen lagen.

Als Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Alsleben bringt sich Frau Swillus seit vielen Jahren mit großem Engagement ein und wirkt gestaltend und Ideen gebend mit. So unterstützt und begleitet sie Veranstaltungen der Kirchengemeinde zum Martinstag, zum Weltgebetstag der Frauen, die Frauenkreisrunden und die Gottesdienste.

Als ein Umzug der Kirchengemeinde erforderlich wurde, war es Frau Swillus, die viele Stunden ihrer Freizeit opferte, um wichtige Unterlagen zu sichten, zu sortieren und systematisiert abzulegen, so dass nachfolgende Generationen treffsicher finden, was sie suchen.

Fast jedes Jahr bereichert Frau Swillus außerdem mit einem Stand den Weihnachtsmarkt in ihrer Heimatstadt. Dort verkauft sie Selbstgebasteltes, um den Erlös einer gemeinnützigen Einrichtung zuzuführen.

Seit 20 Jahren ist Frau Swillus als Leiterin der "ESDO- Sportschule Alsleben e.V. aktiv. Auch hier bringt sie äußerst engagiert in das Vereinsleben ein.


Kategorie: "Gesellschaft"
Frau Monika Kamprath, Bernburg (Saale)

Frau Kamprath ist seit vielen Jahren als Jägerin und Falknerin tätig. Das notwendige Fachwissen dazu erwarb sie sich durch zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Wochenendlehrgänge sowie intensives Selbststudium.

Mit großem Engagement nimmt sie die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden der Jägerschaft Bernburg wahr.

Ihre Aufgabe als Jägerin sieht sie im Schutz der Natur sowie in der Hege und Pflege der Wildtiere.

Zu ihren Aufgaben gehört u. a. die tägliche Kontrolle der Waschbären-Fallen in Bernburg. Im Rahmen einer Studie war sie dabei Ansprechpartnerin für die Erfassung von Nachweisen der Vorkommen von Waschbären in Bernburg.

Durch Frau Kamprath werden seit vielen Jahren verletzte Jungvögel gepflegt und nach erfolgter Gesundung wieder in die Natur entlassen.
Mit ihren Begleitern, dem Falken Lisa und dem Jagdhund Balu, ist sie gern gesehener Gast in Grundschulen und Kindergärten im Salzlandkreis. Mit der Schilderung von wahren Begebenheiten und kindgerechten Erläuterungen kann sie den Wissensdurst der Kinder stillen und leistet dadurch einen unschätzbaren wertvollen Bildungsbeitrag zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt für nachfolgende Generationen.

Kategorie: "Soziales"
Frau Dr. Margit Kietz, Staßfurt

Frau Dr. Kietz gehört  seit 1980 zu den Mitgliedern der URANIA Staßfurt e.V. Nach der Wiedervereinigung und Auflösung des "alten" Vereins war sie maßgeblich an der Neugründung der Staßfurter URANIA e.V. beteiligt und arbeitet seitdem im Vorstand mit. Seit dem Jahr 2013 ist sie als Vorsitzende des Vorstandes der Staßfurter URANIA e.V. tätig.

Ihrer Initiative ist die Durchführung der "Medizinischen Donnerstage" durch den Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen der Staßfurter URANIA e.V. und dem AMEOS-Klinikum in Staßfurt zu verdanken. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzen seitdem diese Informationsveranstaltungen, um sich so z. B. über Herz-Kreislauferkrankungen oder Schmerztherapien zu informieren.

Frau Dr. Kietz referiert im Rahmen dieser Informationsveranstaltungen auch selbst, so z. B. zu den Themen gesunde Ernährung, Suchterkrankungen oder alternative Heilmethoden.

Seit vielen Jahren arbeitet Frau Dr. Kietz außerdem im URANIA-Landesverband Sachsen-Anhalt mit.

Des Weiteren unterstützt Frau Dr. Kietz seit vielen Jahren die Staßfurter Tafel mit Naturalien und Bekleidung. Weiterhin leistet sie seit ca. 15 Jahren ehrenamtliche Arbeit im Staßfurter Tierschutzverein.

Seit 35 Jahren ist Frau Dr. Kietz eine feste Größe im Staßfurter Kulturleben, denn sie ist in der Abteilung Karneval des Staßfurter Männerchores tätig. Über 120 eigenständige Choreographien mit Kostüm- und Musikzusammenstellungen sind unter ihrer Mitarbeit entstanden. Im Jahr 2014 erhielt Sie durch den Karnevalsverband Sachsen-Anhalt die Ehrenmedaille in Gold.

Im Jahr 2014 wurde Frau Dr.  Kietz als Stadträtin in den Staßfurter Stadtrat gewählt und übt seitdem ihr kommunalpolitisches Amt mit Verantwortung aus.


Kategorie: " Kultur"
Frau Kathrin Hätsch-Johannes, Staßfurt, OT Neundorf

Frau Hätsch-Johannes ist seit 2005 Mitglied des Jugendblasorchesters Staßfurt e.V., welches derzeit aus 25 bis 30 aktiven Mitgliedern besteht. Seit  dem Jahr 2012 ist die als Vorsitzende des e.V. tätig.

Frau Hätsch-Johannes ist für die Nachwuchsarbeit des Jugendblasorchesters verantwortlich. Sie betreut jeweils donnerstags das Bläserklassen-Projekt in der Kooperationsschule des Dr.-Frank-Gymnasiums in Staßfurt. Dabei ist sie auch Ansprechpartnerin der kleinen Musikerinnen und Musiker sowie der Eltern bei auftretenden Problemen.

Zwei Mal wöchentlich besucht Frau Hätsch-Johannes außerdem zur musikalischen Früherziehung von drei- bis fünfjährigen Kindern verschiedene Kindertagesstätten in Staßfurt.
 
Die jährlichen Auftritte des Jugendblasorchester Staßfurt e.V. moderiert Frau Hätsch-Johannes gekonnt und mit großem Engagement. So war sie z. B. das Weihnachtskonzertes im ausverkauften Saal des Salzlandtheaters Staßfurt ein ganz besonderer Höhepunkt des Jahres 2014 für das Jugendblasorchester Staßfurt e.V.

Kategorie: "Sonderpreis Lebenswerk"
Frau Dorothee Mücksch, Aschersleben

Gemeinsam mit ihrem Ehemann war Frau Mücksch maßgeblich an der friedlichen Revolution in Aschersleben beteiligt und spielte damit bei den politischen Umwälzungen in der ehemaligen DDR eine herausragende Rolle. Im Jahr 1990 wurde Frau Mücksch die erste Pröpstin im Osten Deutschlands.

In den Jahren 1990 bis 1994 war Frau Mücksch Mitglied des Kreistages des Altlandkreises Aschersleben und übernahm im Jahr 1994 dessen Vorsitz.

Nach der Kreisgebietsreform der Altkreise Aschersleben-Staßfurt, Bernburg (Saale) und Schönebeck (Elbe) im Jahr 2007 engagierte sie sich in der Zeit von 2007 bis 2014 als Mitglied im Kreistag des Salzlandkreises.

In ihrer Heimatstadt engagierte sie sich kompetent von 1999 bis 2014 als Mitglied im Stadtrat Aschersleben und übte dessen Vorsitz von 1999 bis 2009 mit außergewöhnlicher menschlichen und ausgleichenden Art aus. Hierbei erwarb sie sich Achtung und Anerkennung über alle Parteigrenzen hinweg.

Frau Mücksch war es immer wichtig, jungen Menschen Bildung zu vermitteln. Daher gehörte sie auch im Jahr 2003 zu den Gründungsmitgliedern der Evangelischen Grundschule Aschersleben sowie im Jahr 2008 zu den Gründungsmitgliedern der  Adam-Olearius-Sekundarschule. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist sie als Vorsitzende des Trägervereins der Adam-Olearius-Sekundarschule tätig.

Neben diesen Aktivitäten engagiert sich Frau Mücksch für die Evangelische Kirche in Aschersleben und nicht zuletzt für vielfältige kulturelle Aktivitäten. Derzeit liegt ihr die Sanierung der barocken Kanzel in der St.-Stephanie-Kirche in  Aschersleben sehr am Herzen.

Im Jahr 2013 erhielt Frau Mücksch für ihren Einsatz in der Bildungslandschaft den Bildungspreis der Stadt Aschersleben.